• Kultur- und Museumszentrum Schloß Glatt

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Kultur- und Museumszentrum Schloß Glatt

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Am östlichen Rand des Schwarzwaldes liegt der geschichtsträchtige Ort Glatt. Das Zentrum der Ortschaft bildet der imposante Schlosskomplex, der Besucher von weit her anzieht. Glatt ist sowohl von der B 14 als auch von der Autobahn A 81 leicht zu erreichen.

Nach umfassenden Sanierungsmaßnahmen wurde das Wasserschloss für Museumszwecke ausgebaut und im November 2001 als Kultur- und Museumszentrum eröffnet. Es beherbergt im Hauptgebäude und in der Zehntscheuer vier museale Einrichtungen. Das heutige Erscheinungsbild des Wasserschlosses ist wesentlich von den Umbaumaßnahmen des 16. Jahrhunderts geprägt. Im Zeitraum 1513 bis 1547 ließ Reinhard von Neuneck die spätmittelalterliche Wasserburg zu einem der frühesten Renaissanceschlösser in Deutschland umgestalten. Nach verschiedenen Besitzerwechseln - 1803 war die Herrschaft Glatt von der Fürstabtei Muri an die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen gefallen - ging die Anlage 1970/71 in das Eigentum der Gemeinde Glatt über. Im Ostflügel wird die Geschichte von Schloss und Dorf Glatt unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses von Herrschaft und Untertanen veranschaulicht. Das Adelsmuseum dokumentiert die Geschichte des Adels am oberen Neckar und präsentiert die Rüstkammer mit einer umfangreichen Waffensammlung (Stiftung Bidermann). Der Westflügel beherbergt die Galerie Schloss Glatt. Das Kreis-Kunstmuseum zeigt Sammlungsbestände des Landkreises Rottweil und der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke zur sog. Bernsteinschule und zur Karlsruher Neuen Figuration. Das bereits 1996 in der Zehntscheuer eröffnete Bauernmuseum präsentiert bäuerliches und dorfhandwerkliches Kulturgut aus den Landkreisen Rottweil und Freudenstadt. Darüber hinaus bietet das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt ein reichhaltiges Kulturprogramm an.

Adelsmuseum
Das Adelsmuseum beschäftigt sich mit der Geschichte des Adels am oberen Neckar. Über 100 adelige Geschlechter haben in dieser Region ihre Herrschaftsrechte ausgeübt und sie nachhaltig geprägt. Anhand von Sachüberresten veranschaulicht das Museum die Lebensformen des Adels in Mittelalter und früher Neuzeit. Ausgestellt sind Bauplastik und Keramik von Burgen, Portraits, Mobiliar und Wohnungsinventar aus Schlössern sowie Archivalien und Literatur. Die Exponate stammen teils aus öffentlichem Besitz, teils aus dem Besitz von Adelsfamilien der Region. Der obere Neckarraum präsentiert sich im historischen Rückblick als Adelslandschaft. Das Adelsmuseum ist im Ostflügel des Wasserschlosses untergebracht. Es steht unter der Trägerschaft der Stadt Sulz am Neckar und wird mit betreut durch die Gesellschaft Schloss Glatt e. V.. Die Gesellschaft Schloss Glatt bemüht sich seit vielen Jahren um das Wasserschloss Glatt und um die Darstellung der Geschichte des Adels am oberen Neckar. Durch die Einrichtung dieses Museums konnte diese Arbeit gekrönt werden. Die Gesellschaft Schloss Glatt konnte im Jahr 2006 ihr dreißigjähriges Jubiläum in den Räumen des Adelsmuseums feiern.

Schlossmuseum
Im Ostflügel des Schlosses wird auf drei Ebenen die Geschichte von Dorf und Herrschaft Glatt dargestellt. Im Blickpunkt steht das Verhältnis der Herrschaft zu den Untertanen. Die Herren von Neuneck beherrschten das Dorf Glatt vom 13. Jahrhundert bis zu ihrem Aussterben 1671. Das Verhältnis der Herren von Neuneck zu ihren Untertanen gestaltete sich keineswegs konfliktfrei, wie der Bauernkrieg von 1525 schlagartig belegt. Im 18. Jahrhundert unterstand die Herrschaft Glatt den Fürstäbten des Klosters Muri (1706 – 1803). Unter dem Krummstab war auch in Glatt gut leben. Das Kloster Muri bescherte der Herrschaft einen Innovationsschub. Als Mittelpunkt eines reichsunmittelbaren Miniaturstaates erlebte das Dorf Glatt eine Glanzzeit seiner Geschichte. 1803 fiel die Herrschaft Glatt an die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Das Dorf Glatt, das weniger mehr als 400 Einwohner zählte, war bis 1854 Sitz eines hohenzollerischen Oberamts. Der Anschluss an Preußen im Jahr 1850 brachte für Glatt zwar den Rückfall in die Bedeutungslosigkeit, aber nach der Reichsgründung 1871 auch den wirtschaftlichen Aufschwung des Dorfes. Das Schlossmuseum steht unter der Trägerschaft der Stadt Sulz am Neckar und wird mit betreut vom Bürger- und Kulturverein Wasserschloss Glatt e.V. Die Exponate entstammen überwiegend dem reichhaltigen Fundus der Sammlung Siegfried Esslinger.

Bauernmuseum
Das Bauernmuseum befindet sich in der 1811 errichteten Zehntscheuer des Wasserschlosses Glatt in Sulz a. N.. Es steht in der Nachfolge des 1965 eröffneten Bauernmuseums im Landwirtschaftsamt Horb a. N., das aus der Sammeltätigkeit des damaligen Amtsleiters Dr. Max Flad hervorgegangen ist. Als ein Ausweichquartier für das Bauernmuseum gesucht wurde, fiel die Wahl auf Glatt. Die Trägerschaft übernahm der neu gegründete Zweckverband Bauernmuseum Horb am Neckar – Sulz am Neckar. Nach dem Ausbau der Zehntscheuer wurde das Bauernmuseum 1996 in neu konzipierter Gestalt eröffnet. 2010 beschloss der Zweckverband die Dauerausstellung zeitgemäß umzugestalten. Mit neuer Themengliederung und neuer Didaktik wurde das Bauernmuseum 2013 wieder eröffnet. Das Museum gibt einen Einblick in den ländlich-bäuerlichen Alltag der Region am oberen Neckar bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Schwerpunkte der Dokumentation sind das ländliche Handwerk und die Arbeit auf den Feldern von der Saat bis zur Ernte. Daneben widmet sich das Museum dem bäuerlichen Wohnen und der Kleiderherstellung In der Ausstellung werden die sozialen und politischen Strukturen des Dorfes verdeutlicht. Auch das landwirtschaftliche Vereins- und Schulwesen ist im Blickfeld. Dank vieler Spender konnte der Museumsfundus erheblich aufgestockt werden. Die Ausstellungsfläche umfasst rund 400 qm auf zwei Ebenen

Galerie Schloss Glatt
Die Galerie Schloss Glatt ist Kunstmuseum und Ausstellungsinstitut; sie versteht sich als Schaufenster der Kunst in der Region. Träger sind der Landkreis Rottweil und der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW). Mit dem Aufbau einer dokumentarischen Sammlung von Werken der Bernsteinschule gaben die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke in den 1990er Jahren den Anstoß zur Gründung eines regionalen Kunstmuseums am oberen Neckar. Im Jahr 1997 verständigten sich der Landkreis Rottweil und die Stadt Sulz am Neckar darauf, zur Präsentation der Sammlungsbestände die Galerie Schloss Glatt zu errichten. Die Galerie Schloss Glatt befindet sich im Westflügel des Wasserschlosses. Sie nimmt annähernd die Hälfte der Ausstellungsfläche des Kultur- und Museumszentrums ein. In der Dauerausstellung wie auch in Sonderausstellungen werden Werke der bildenden Kunst präsentiert, die für den Kulturraum am oberen Neckar von konstitutiver Bedeutung waren und sind. Die Dauerausstellung erzählt die Erfolgsgeschichte der Bernsteinschule, der legendären Kunstschule im ehemaligen Kloster Bernstein bei Sulz am Neckar, die als "Keimzelle der Nachkriegskunst" in die Kunstgeschichte Südwestdeutschlands eingegangen ist. Die rund 170 Exponate stammen vorwiegend aus den Kunstsammlungen der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke und des Landkreises Rottweil. Das ehemalige Kloster Bernstein bei Sulz am Neckar, in der Luftlinie rund neun Kilometer von Glatt entfernt, zählte in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Kristallisationspunkten der zeitgenössischen Kunst in Südwestdeutschland. In der damaligen Staatsdomäne bestand in den Jahren 1946 – 1952/1955 eine private Kunstschule. Zur Zeit der französischen Besatzung diente sie dem Land Württemberg-Hohenzollern als Akademie-Ersatz. Von der so genannten Bernsteinschule gingen in den 1950er Jahren weit reichende Impulse zur Neubelebung der südwestdeutschen Kunstszene aus.

Adresse

  • Baden Württemberg
  • 72172
  • Sulz a.N.
  • Schloss 1
  • Deutschland

Kontakt

  • 07482-807714
  • 07482/7345
  • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • http://www.schloss-glatt.de
Kultur- und Museumszentrum Schloß Glatt

Kultur- und Museumszentrum Schloß Glatt

Öffnungszeiten

1. April – 31. Oktober Dienstag – Freitag 14.00 – 17.00 Uhr Samstag, Sonntag 11.00 – 18.00 Uhr 1. November – 31. März Samstag, Sonntag 14.00 – 17.00 Uhr Bei Sonderveranstaltungen Freitag – Sonntag 14.00 – 17.00 Uhr

Eintrittspreise

4 Museen – mit einer Eintrittskarte Erwachsene 4,- € Gruppen (ab 10 Personen) 3,- € Jahreskarte 10,- € Kinder und Jugendliche frei
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